Kirchenführung St. Antonius

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Der Kirchenraum

Die St. Antoniuskirche weist einen langgestreckten, achteckigen Raum auf. Hier wird das Oktogon des Aachener Doms zitiert. Auch hier taucht wieder die Zahl 8 auf (auch die ursprünglich eingeplante Taufkapelle sollte achteckig werden; der Kirchturm ist achteckig erbaut). Die Zahl bildete für die Baumeister des Mittelalters ein Abbild des vollendeten und endgültigen Himmels. Die sieben Wochentage + einen weiteren erinnern an den ersten Tag der neuen Woche, an dem Christus von den Toten auferstanden ist: Der Beginn der neuen Schöpfung, des neuen Himmels und der neuen Erde.

Der Vorgängerbau war geostet, das heißt, dass der Altarraum im Osten (zum heutigen Marktplatz) stand. Der heutige Bau ist im Zuge des Wiederaufbau Wickraths nach dem zweiten Weltkrieg gewendet worden, um das Portal zum Marktplatz hin zu öffnen.

Erfahren Sie mehr über die Historie unserer Kirche.

Panoramainnenansicht St. Antonius
Panoramainnenansicht St. Antonius

Linke Kirchenseite

Kreuzweg

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Die 14 Stationen des Kreuzweges befinden sich an der linken Kirchenseite. Die Holzschnitzarbeiten zeigen sehr eindrucksvoll die Geschehnisse der damaligen Zeit und laden zum verweilen und meditieren ein.

Die einzelnen Stationen mit entsprechenden Texten haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt.

Die 7 Sakramentsfenster

Zugesprochene Nähe Gottes

Sakramente sind Zeichen und Riten, die auf besonderer Weise die Nähe Gottes den Menschen zeigen und zusprechen. Wie bei den sieben Gnadengaben des Heiligen Geistes taucht hier wieder Zahl 7 auf. Sieben ist die Zahl, in der Göttliches und Menschliches zusammenkommt als Summe der göttlichen Zahl 3 (Vater - Sohn - Heiliger Geist) und der menschlichen Zahl 4. Betrachten wir sie der Reihe nach auf dem Weg nach vorne zum Altar.

Kreuz als verbindendes Element

Jedes Fenster enthält das Kreuz, das Bild unseres Lebens ist. Es fasst alle Richtungen und Gegensätze zusammen und gibt ihnen eine Mitte. Im Kreuz überschneiden und verbinden sich die horizontalen Richtungen, in denen der Mensch lebt und in die er ausgreift: die horizontale und vertikale oder den Welt- und Menschenbezug und die Ausrichtung auf Gott von der Erde aus. So wird der Mensch selbst zum Kreuzzeichen.

Taufe

Taufe

Fische und Wasser sind Symbole für die Taufe. Die Fische stehen für den gesamten Lebensraum des Wassers. Zugleich wissen wir aus der Naturwissenschaft, dass die Lebewesen im Wasser älter sind als die Lebewesen auf dem Land. Wie alles Leben aus dem Wasser kommt, so kommt auch aus dem Wasser und dem Geist das neue Leben mit Christus, das uns in der Taufe geschenkt wird: "Wenn jemand nicht aus Wasser und dem Geist geboren wird, kann er  nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3,5).

Die Richtung der beiden Fische deutet auf das Weihegebet des Taufwassers. Darin heißt es: "Durch deinen geliebten Sohn steige herab in dieses Wasser die Kraft des Heiligen Geistes, damit alle, die durch die Taufe mit Christus begraben sind in seinen Tod, durch die Taufe mit Christus auferstehen zum ewigen Leben".

Firmung

Firmung

Die Taube und die sieben Feuerzungen bilden das Symbol für das Sakrament der Firmung, in der die Taufe vollendet wird. "Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Mit diesem Gebet, das über jeden Firmling ausgesprochen wird, sollen sie auf besondere Weise mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet werden.

Die Feuerzungen weisen zugleich auf das biblische Pfingstereignis hin: "Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder." (Apg 2,3) Die Firmung ist das Siegel und die Urkunde von der Gotteskindschaft.

Eucharistie

Eucharistie

Die Eucharistie (oder: Kommunion) vollendet die Eingliederung in die Kirche: "Die schon getauften und gefirmten Christen werden durch den Empfang der Eucharistie voll dem Leib Christi eingegliedert" (Aussage zweites Vatikanum). Nur wer die drei Sakramente der Eingliederung empfangen hat, ist "Vollbürger" im Reiche Gottes.

In unserem Fenster erinnern der Brotkorb und die zwei Fische an die biblische Speisung der Fünftausend. Neben dem Brotkorb und den Fischen befindet sich rechts, von oben nach unten zu lesen, die Inschrift mit den griechischen Buchstaben: ΙΧΘΥΣ, dem griechischen Wort für "Fisch". Schon früh wurde es als Kurzformel des Glaubens gedeutet: Iesous Christos Theou (H)yos Soter = Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland. In der Zeit der Christenverfolgung wurde der Fisch zum geheimen Erkennungszeichen der Christinnen und Christen.

Versöhnung

Versöhnung

Die zwei Schlüssel erinnern an den Auftrag Jesus an die Apostel: "Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch Himmel gelöst sein" (Mt 18,18). Damit gibt er den Auftrag und die Vollmacht zum Dienst an der Versöhnung, die Christus uns erwirkt hat. Im zweiten Korintherbrief schreibt Paulus dazu: "Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!" (2 Kor 5,20). Diesen Dienst vollzieht der Priester heute mit den Worten "So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes. Amen."

Krankensalbung

Krankensalbung

Die Kerzen, das Stundenglas und das Ölkännchen im fünften Fenster verweisen auf das Sakrament der Krankensalbung. Krankheit und Leiden gehören seit jeher zu den schwersten Prüfungen im Leben des Menschen. In der Krankheit erfährt der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine Endlichkeit.

Die Kerzen und das Stundenglas erinnern an den Ablauf der Zeit und an das alte Verständnis als "letzte Ölung". Heute kann die Krankensalbung jede und jeder im Angesicht schwerer Operationen, Krankheiten oder Gebrechen des Alters empfangen: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mir der Kraft des Heiligen Geistes."

Weihe

Weihe

Das vorletzte Fenster verweist mit Kelch, Patene und Stola auf das Sakrament der Priesterweihe. Es lässt den Priester in besonderer Weise am Priestertum Christi teilhaben und gibt ihm damit die Vollmacht, die Gnade Gottes in den Sakramenten zu spenden, das Volk zu leiten und zu lehren und mit ihm die Werke der Liebe zu tun. Das Sakrament ist ein dreistufiges Sakrament: Diakon, Priester und Bischof.

Das Sakrament der Weihe wird durch Handauflegung und Weihe gespendet. Diakone und Priester werden durch den jeweiligen Ortsbischof geweiht, Bischöfe durch andere Bischöfe.

Ehe

Ehe

Die ineinander verschlungenen Ringe sind Sinnbild der Ehe, wobei das Wort "Ehe" verwandt ist mit dem mittelhochdeutschen Wort für "ewig". Wenn zwei Menschen sich einander anvertrauen und Treue geloben, ist das für sie selbst und ihre künftigen Kinder ein entscheidender Höhepunkt im leben.

Die Ehe ist das einzige Sakrament, das nicht durch einen Kleriker gespendet wird - sondern die Eheleute spenden es sich gegenseitig. Der Priester assistiert hier lediglich. Gott selber aber ist es, der sie verbindet, so dass sie fortan zueinander gehören.

Kreuz

Triumphkreuz

Ebenfalls an der linken Seite des Gebäudes befindet sich das Kreuz. Das Kreuz ist Zeichen des Übergangs, des menschlichen Leidens und christlicher Hoffnung. Es erinnert an Leiden, Sterben und den Tod Jesu und damit an das Leiden und Sterben eines jkeden Menschen. Es erinnert ebenso an Befreiung, Heil und Erlösung. Die Auferstehung Jesu hat das Kreuz zum Zeichen der Hoffnung werden lassen, dass Gott auch im Leiden solidarisch zum Menschen steht und dass der Tod nicht das Ende ist, sondern Durchgang zum ewigen Leben.

Das hier hängende Kreuz ist ein Abschiedsgeschenk von Oberpfarrer Biermanns an seine Gemeinde. Es hat die Form eines Triumphkreuzes, das daran erinnert, dass Jesus am Kreuz den Tod besiegt hat. Ursprünglich hing es hinter dem Altar.

Altarraum

Innerhalb der Kirche ist der Altarraum mit Altar, Tabernakel und Ambo besonders gestaltet. Hier ist Christus gegenwärtig in den Gestalten von Brot und Wein, im Wort der Lesungen sowie als Haupt und Hirte der Kirche und der Gemeinde.

Der Altarraum wird in unserer Kirche von einem großen parabelförmigen Torbogen abgeschlossen. Das Tor ist hier ein Symbol für den Übergang vom Bereich der Menschen zum Bereich Gottes. Das Tor ist offen, wie Jesus es uns bereits zugesagt hat "Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden". (Joh 10,9) In diesem Tor sehen wir Jesus, als den guten Hirten, der uns entgegen kommt.

Altar

Altar

Ursprünglich war der christliche Altar ein Tisch, wie er für das Abendmahl notwendig ist, das erstmals Gründonnerstag gefeiert wurde. Durch ein verändertes Liturgieverständnis erhielt er im Laufe der Jahrhunderte die Form eines Opfersteins bis hin zur Ausgestaltung als Wandkonsole für die Altaraufbauten mit dem Tabernakel. Erst die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils bezeichnet den Altar wieder als das, was er ursprünglich war, nämlich "Tisch des Herrn".

Denn Jesus hat uns keinen Opferkult hinterlassen (die ursprünglichste Nutzung eines Altars), sondern das Abendmahl, in dessen Mittelpunkt der Lobpreis Gottes und die Danksagung für sein Heilshandeln stehen. Die einmalige und endgültige Hingabe Christi wird in der Messe nicht erneuert oder ein weiteres mal begangen, sondern sie wird vergegenwärtigt, wie Jesus es uns gesagt hat "Tut dies zu meinem Gedächtnis".

Der Altar in der Antoniuskirche war ursprünglich Teil eines größeren Altars, der ursprünglich direkt vor der Rückwand stand. Im Zuge der Umsetzung der Liturgiereform wurde er verkürzt und an seinen heutigen Platz weiter nach vorne versetzt. Der ursprünglich auf ihm befindliche Tabernakel wurde abgetrennt und an seinen neuen Platz überbracht. Die Bohrlöcher sind noch heute im Altar erkennbar.

Ambo

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Für die Verkündigung des Wortes Gottes gibt es einen zweiten Tisch: den Ambo. Damit ist ein erhöhter Ort gemeint, denn das Wort Ambo ist mit einem griechischen Wort verwandt, das "hinaufsteigen" bedeutet. Vom Ambo aus werden die Lesungen, die Antwortpsalmen, der österliche Lobgesang auf die Osterkerze (Exsultet) und die Fürbitten vorgetragen.

Der Ambo unserer Kirche ist vorne mit einer Taube und sieben silberfarbenen Platten geschmückt. Die Taube ist ein altes christliches Symbol für den Heiligen Geist. Die silbernen Platten erinnern an die sieben Gaben des Geistes: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Gottesfurcht und Frömmigkeit.

Tabernakel und ewiges Licht

Tabernakel

Das ewige Licht links neben dem Tabernakel erinnert an den brennenden Dornbusch, in dem sich Gott dem Mose offenbart. Nach dem Bundesschluss am Sinai wurde vor dem Zelt und später vor dem Tempel, in dem die Bundeslade mit den zehn Geboten aufbewahrt wurde, eine Lampe aufgestellt. Die Lampe ist das Symbol der Gegenwart Gottes.

Der Tabernakel (griechisch für Zelt) führt uns vor Augen, dass Gott mitten unter uns wohnt. Die Mahlgemeinschaft um den Altar bildet das eigentliche Zentrum der Gegenwart Gottes. Um das eucharistische Brot den Kranken und Sterbenden jederzeit reichen zu können, wird es im Tabernakel aufbewahrt.

Tabernakel und Licht zeigen jedem Menschen, dass Christus gegenwärtig ist. Lediglich zwischen Gründonnerstag und der Osternacht verlöscht das Licht und der Tabernakel ist leer, verlassen.

Osterkerze und Osterleuchter

Osterkerzenleuchter

Am Ambo steht die Osterkerze, die ebenfalls ein Symbol für Jesus Christus ist, als dem Herrn der Zeit und dem Licht der Welt, wie es im Weihegebet der Osterkerze zum Ausdruck kommt. Die Kerze wird in der Osternacht am Feuer entzündet und feierlich in die dunkle Kirche getragen. Dazu erklingt dreimal der Gesang "Lumen Christi - Christus, das Licht", auf den die Gemeinde antwortet "Deo gratias - Dank sei Gott".

Die Osterkerze steht auf dem Osterleuchter, dessen Knauf einen großen Fisch zeigt, der einen Menschen im Maul hält. Diese Darstellung spielt auf die Jonageschichte an, die Jesus auf sich bezieht: "Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein" (Mt 12,40).

Marienkapelle

Drei Glasfenster

Fenster in der Kapelle

In der Seitenkapelle unserer Kirche werden die Fahnen und Kerze der kfd sowie der Bruderschaft St. Matthias aufbewahrt.
Kleine Andachten und auch die wöchentliche Wort-Gottes-Feier werden in der Kapelle gefeiert.

Die Fenster zeigen von links nach rechts:

  • Heiliger Nikolaus - Patron der ehemals katholischen Kirche in Wickrathberg
  • Maria mit Jesuskind und zwei Engeln
  • Auferstehung: Hier ist Maria Magdalena mit dem Salbölgefäß dargestellt, der durch den Engel die Auferstehung verkündet wird (Joh 20,11-13).

St. Antonius

Antonius

Neben der Kapelle befindet sich das Bild des Heiligen Antonius, dem Patron der Kirche. Am Niederrhein ist Antonius auch als "Ferkestünn" bekannt.

Die Heiligenstatue stand bereits in der alten Kirche und Gott sei Dank den Krieg heil überstanden.

Lesen Sie mehr über die Geschichte von Antonius.

Am Hauptportal

Engel mit Dornenkrone

Engel mit Dornenkrone

Dieses Fensterbild stellt einen Engel mit der Dornenkrone dar und befindet sich links neben dem Kerzenopfertisch. Bei gutem Sonnenschein kann man es durch den notwendigen Feuerschutz erkennen.

Petrus-Fenster

Petrus-Fenster

Links neben dem Hauptportal ist das Fenster mit dem Heiligen Petrus zu sehen. Jesus bezeichnet ihn als den Felsen, auf den er seine Kirche bauen wird. Petrus gilt somit auch als der erste Papst und als Fels Grundlage für die Kirche.

Auf dem Fenster wird Petrus mit den beiden Schlüsseln dargestellt, die die Bindungsgewalt symbolisieren: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch Himmel gelöst sein" (Mt 18,18)

Marienstock

Marienstock

Am Hauptportal befindet sich vom Altar aus gesehen an der linken Türe ein Marienstock. Die darauf befindliche Marienfigur ist ein Geschenk eines ehemaligen Pfarrers.

Paulus-Fenster

Paulus-Fenster

Neben dem rechten Portal ist das Glasfenster mit Paulus zu sehen. Paulus war zunächst ein eifriger Verfolger der Christen, ist jedoch nach einer intensiven Gottesbegegnung zum Christentum übergetreten und hat durch seine intensive missionarische Tätigkeit für eine weite Verbreitung des Glaubens gesorgt. Daher werden Petrus und Paulus meist ebenbürtig nebeneinander dargestellt.

Veronika mit Schweißtuch

Veronika mit Schweißtuch

Rechts neben dem Kerzenopfertisch befindet sich die Darstellung Veronikas mit dem Schweißtuch. Auch dieses Fenster muss wegen des notwendigen Brandschutzes abgedeckt bleiben.

Glockenturm

Antonius hoch

Wer sich Wickrath von Mennrath, Wickrathhahn oder Wanlo aus nähert, sieht schon von weitem unseren Kirchturm über den Dächern Wickraths. Er drückt Festigkeit und Wachsamkeit aus - bildet Schutz und vermittelt das Gefühl von Sicherheit.

Wer vor dem Turm steht, dessen Blick wird nach oben gelenkt zum Himmel. Der Kirchturm ist so eine architektonische Lösung, den Himmel nicht aus dem Blick zu verlieren.

Die achteckige Bauweise gibt die Symbolik der der Zahl 8 wieder: Rettung und Wiedergeburt. Am Fuße des Turmes sollte ursprünglich die Taufkapelle entstehen, die klassischerweise achteckig gebaut wird.

Auf dem Dach des Turms befindet sich ein Wetterhahn - in der christlichen Symbolik als Mahner. Der Hahn soll nicht nur die Windrichtung anzeigen, sondern auch daran erinnern, dass wir den Herrn im Alltag nicht verleugnen, so wie es Petrus einst tat.

 

Im Turm hängen vier Glocken:

Die größte Glocke (2,5t) ist dem Allerheiligsten Heiland (St. Salvator) geweiht und erinnert an das Ursprungspatronat der Vorgängerkirche. Sie trägt die Inschrift "Mortuos plango" (Ich beweine die Toten) und wurde auf den Ton "d" gestimmt.

Die zweite Glocke (1,32t) ist Maria gewidmet, trägt die Inschrift "Pacem dabo" (Ich gebe Frieden) und klingt in "fis".

Die dritte Glocke (0,8t) ist dem Heiligen Josef geweiht, beschrieben mit "Vivos voco" (Ich rufe die Lebenden) und auf "a" gestimmt.

Die vierte Glocke (0,58t) ist dem Patron unserer Kirche, dem Heiligen Antonius, geweiht. Sie trägt die Inschrift "Fulgure frango" (Ich bändige den Blitz) und auf "h" gestimmt.

Die vier Töne ergeben das Salve-Regina-Motiv.

 

Die Glocken wurden am 14. Dezember 1947 geweiht und hingen zunächst frei neben der Notkirche (heute: Adolf-Kempken-Halle).

Wie der Turm ein optisches Signal ist, so geben die Glocken ein akustisches und erinnern nicht nur an die Uhrzeit, sondern auch an die Gebetzeiten.