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St. Antonius Wickrath

Kirche. Geschichte. Glaube – mitten im Ort

Wer durch Wickrath geht, kommt an ihr kaum vorbei:
Die Kirche St. Antonius steht im Herzen des Ortes – sichtbar, vertraut und für viele seit Generationen ein fester Bezugspunkt.

Doch St. Antonius ist mehr als ein Gebäude.
Hier spiegelt sich die Geschichte Wickraths ebenso wider wie das Leben der Menschen heute: Zeiten des Aufbruchs, des Glaubens, der Zerstörung – und des Neuanfangs.

Die heutige Kirche wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs neu errichtet und 1956 geweiht.
Sie steht an einem Ort, an dem schon seit über 1000 Jahren Kirche gelebt wird.

Seit Ende 2025 ist die Kirche vorübergehend geschlossen, denn St. Antonius wird derzeit für die Zukunft umgebaut und weiterentwickelt. Auch wenn aktuell keine Gottesdienste im Kirchenraum stattfinden können, bleibt die Kirche mitten im Leben der Gemeinde präsent. Viele Menschen verbinden mit dem Umbau die Hoffnung, dass St. Antonius auch künftig ein lebendiger Ort des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft bleibt.

Heute ist St. Antonius ein Ort für viele:
für Gottesdienste, für persönliche Stille, für Gemeinschaft – und für das, was Menschen im Innersten bewegt.

 

 

Eine lebendige Gemeinde

In St. Antonius begegnet man einem vielfältigen Gemeindeleben:

Von der Feier der Eucharistie über das Rosenkranzgebet bis hin zu Familiengottesdiensten gibt es Angebote für unterschiedliche Lebenssituationen und Altersgruppen.

Auch außerhalb der Gottesdienste ist die Gemeinde aktiv:
Kinder- und Jugendangebote, Begegnungsmöglichkeiten und Angebote für ältere Menschen prägen das Leben rund um Kirche und Pfarrheim.

Derzeit muss die Gemeinde zwar auf andere Gottesdienstorte ausweichen, doch gerade in dieser Zeit zeigt sich, dass Kirche mehr ist als ein Gebäude. Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen miteinander glauben, feiern und füreinander da sind. Viele engagieren sich mit großer Verbundenheit dafür, dass das Gemeindeleben während des Umbaus lebendig bleibt – und freuen sich schon jetzt auf die Rückkehr in die erneuerte Kirche.

So bleibt St. Antonius ein Ort, an dem Glaube nicht nur gefeiert, sondern im Alltag gelebt wird.

Panoramainnenansicht St. Antonius

Der Kirchenraum – bewusst gestaltet

Wer die Kirche betritt, merkt schnell: Dieser Raum ist kein Zufall.

Die achteckige Grundform greift eine alte christliche Symbolik auf – die Zahl Acht steht für Neubeginn und Auferstehung.

Der Kirchenraum ist bewusst auf den Altar hin ausgerichtet – als Mitte des Glaubens.
Hier wird deutlich: Gott ist nicht fern, sondern mitten unter den Menschen gegenwärtig.

Viele Elemente im Raum laden dazu ein, genauer hinzusehen:

  • Altar – ursprünglich Tisch, Zeichen der Gemeinschaft mit Gott und untereinander
  • Ambo – Ort des Wortes Gottes, von dem aus die Botschaft verkündet wird
  • Tabernakel – Hinweis auf die bleibende Gegenwart Christi
  • Kreuz – Zeichen von Leid, Hoffnung und Leben zugleich

Die farbigen Fenster greifen zentrale Themen des Glaubens auf – von den Sakramenten bis hin zu biblischen Motiven – und bringen Licht und Farbe in den Raum.

Die Figur des Guten Hirten wurde aus den Trümmern der zerstörten alten Kirche gerettet. Sie hängt nun im Sitzungssaal der Wickrather Bezirksvertretung.

Der gute Hirte – ein besonderes Zeichen

Gleich beim Betreten der Kirche fällt er ins Auge:
die Figur des „Guten Hirten“ über dem Altar.

Diese Darstellung gehört zu den ältesten Bildmotiven des Christentums und geht auf das Wort Jesu zurück:
„Ich bin der gute Hirte.“

Die Figur hat eine lange Geschichte:
Sie stand bereits in den Vorgängerbauten und hat sogar die Zerstörung Wickraths im Jahr 1945 überstanden.

Restauriert wurde sie unter anderem in der Kunstakademie Düsseldorf – sogar durch Joseph Beuys.

Heute erinnert sie daran, dass Gott den Menschen begleitet – durch alle Zeiten und Lebenssituationen hindurch.

Antonius

Der Patron: Sankt Antonius

Die Kirche trägt den Namen des heiligen Antonius – einer der bekanntesten Heiligen der frühen Kirche.

Er lebte im 3. Jahrhundert in Ägypten, zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück und wurde später zum Vorbild für viele Menschen, die ein Leben im Glauben suchten.

Obwohl er kein Ordensgründer war, gilt er als „Vater des Mönchtums“.

Sein Leben steht für Vertrauen auf Gott, für Einfachheit – und für die Frage:
Was trägt mich wirklich?

Am Niederrhein ist Antonius auch als „Ferkenstünn“ bekannt – als Patron der Tiere, besonders der Schweine.

Sein Gedenktag ist der 17. Januar.

Kreuz

Triumphkreuz

Das Kreuz ist Zeichen des Übergangs, des menschlichen Leidens und christlicher Hoffnung. Es erinnert an Leiden, Sterben und den Tod Jesu und damit an das Leiden und Sterben eines jkeden Menschen. Es erinnert ebenso an Befreiung, Heil und Erlösung. Die Auferstehung Jesu hat das Kreuz zum Zeichen der Hoffnung werden lassen, dass Gott auch im Leiden solidarisch zum Menschen steht und dass der Tod nicht das Ende ist, sondern Durchgang zum ewigen Leben.

Das hier hängende Kreuz ist ein Geschenk an die Gemeinde. Es hat die Form eines Triumphkreuzes, das daran erinnert, dass Jesus am Kreuz den Tod besiegt hat. Ursprünglich hing es über dem Altar.

Eine lange und bewegte Geschichte

Die Geschichte von St. Antonius ist eng mit der Geschichte Wickraths selbst verbunden. Wer heute auf die Kirche blickt, sieht einen Ort, an dem seit über tausend Jahren gebetet, gefeiert und gelebt wird.

Bereits im Jahr 971 wird an dieser Stelle eine Kirche erwähnt. Damit gehört St. Antonius zu den ältesten christlichen Orten der Region.
Damals war Wickrath noch eine kleine Siedlung, geprägt von Landwirtschaft, einfachen Höfen und den Wegen entlang der Niers. Die Kirche bildete schon früh den geistlichen Mittelpunkt des Ortes.

1205 wurde eine romanische Kirche geweiht. Von diesem Bauwerk sind heute zwar nur noch wenige Spuren erhalten, doch über Jahrhunderte hinweg prägte die Kirche das Ortsbild und das religiöse Leben der Menschen. Mit dem Wachstum Wickraths wurde auch die Kirche immer wieder erweitert und verändert.

Besonders prägend für Wickrath war die Nähe zum Kreuzherrenkloster. Über viele Generationen hinweg wirkten hier Ordensleute, die das geistliche Leben des Ortes mitbestimmten. Die Verbindung zwischen Kirche, Kloster und Bevölkerung war eng – Glauben gehörte selbstverständlich zum Alltag der Menschen.

Doch die Geschichte der Gemeinde verlief nicht immer ruhig.
Im Zuge der Reformation wechselte Wickrath zeitweise zum Protestantismus. Während die Pfarrkirche evangelisch wurde, blieb die Klosterkirche katholisch.
Diese Zeit war von Spannungen, politischen Veränderungen und religiösen Umbrüchen geprägt. Trotzdem blieb der christliche Glaube für viele Menschen ein wichtiger Halt.

Auch die französische Besatzungszeit brachte große Veränderungen mit sich. Das Kloster wurde aufgehoben, Besitzverhältnisse änderten sich und kirchliche Strukturen wurden neu geordnet. Dennoch blieb die Kirche Mittelpunkt des Ortes – ein Ort, an dem Menschen Taufe, Hochzeit, Abschied und Hoffnung miteinander verbanden.

Besonders tief eingebrannt hat sich der 26. Februar 1945 in das Gedächtnis der Gemeinde.
Bei einem schweren Bombenangriff auf Wickrath wurde die Kirche nahezu vollständig zerstört. Viele Menschen verloren damals nicht nur Häuser und Angehörige, sondern auch ihren vertrauten geistlichen Mittelpunkt. Zwischen Trümmern und den Folgen des Krieges stand plötzlich die Frage im Raum, wie es weitergehen sollte.

Und doch begann die Gemeinde neu.

Mit großem Einsatz und viel persönlichem Engagement wurde in den Jahren nach dem Krieg der Wiederaufbau vorbereitet. 1954 erfolgte die Grundsteinlegung für die heutige Kirche.
Die neue Kirche sollte bewusst kein bloßer Nachbau des Zerstörten werden, sondern ein Zeichen des Aufbruchs und der Hoffnung.

1956 wurde die heutige Kirche St. Antonius feierlich geweiht.
Ihre moderne Architektur unterschied sich deutlich von früheren Kirchenbauten – und doch knüpft sie bis heute an die jahrhundertelange Geschichte dieses Ortes an.

Viele Erinnerungsstücke aus der alten Kirche fanden ihren Platz im Neubau. Besonders die Figur des „Guten Hirten“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise. Sie hat Kriegszerstörung, Wiederaufbau und den Wandel der Zeiten überdauert.

Auch heute schreibt St. Antonius seine Geschichte weiter. Seit Ende 2025 ist die Kirche vorübergehend geschlossen, weil sie für die Zukunft umgebaut und weiterentwickelt wird. Die Gemeinde musste ihren vertrauten Kirchenraum deshalb zunächst verlassen und weicht derzeit auf andere Gottesdienstorte aus. Doch die Schließung ist kein Abschied – sondern ein Aufbruch.

Wie schon nach den Zerstörungen des Krieges geht es auch heute darum, Kirche für kommende Generationen lebendig zu halten und Räume zu schaffen, in denen Menschen Glauben, Gemeinschaft und Heimat erleben können. Viele verbinden mit dem Umbau die Hoffnung, dass St. Antonius auch in Zukunft ein offener und lebendiger Mittelpunkt Wickraths bleibt.

So erzählt St. Antonius bis heute nicht nur von Steinen und Mauern, sondern vor allem von den Menschen, die hier geglaubt, gehofft und gelebt haben.

Und vielleicht ist genau das das Besondere an diesem Ort:
Dass man spürt, wie Geschichte und Gegenwart hier miteinander verbunden sind – und dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist.

Die 7 Sakramentsfenster

Zugesprochene Nähe Gottes

Sakramente sind Zeichen und Riten, die auf besonderer Weise die Nähe Gottes den Menschen zeigen und zusprechen. Wie bei den sieben Gnadengaben des Heiligen Geistes taucht hier wieder Zahl 7 auf. Sieben ist die Zahl, in der Göttliches und Menschliches zusammenkommt als Summe der göttlichen Zahl 3 (Vater - Sohn - Heiliger Geist) und der menschlichen Zahl 4. Betrachten wir sie der Reihe nach auf dem Weg nach vorne zum Altar.

Kreuz als verbindendes Element

Jedes Fenster enthält das Kreuz, das Bild unseres Lebens ist. Es fasst alle Richtungen und Gegensätze zusammen und gibt ihnen eine Mitte. Im Kreuz überschneiden und verbinden sich die horizontalen Richtungen, in denen der Mensch lebt und in die er ausgreift: die horizontale und vertikale oder den Welt- und Menschenbezug und die Ausrichtung auf Gott von der Erde aus. So wird der Mensch selbst zum Kreuzzeichen.

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Taufe

Fische und Wasser sind Symbole für die Taufe. Die Fische stehen für den gesamten Lebensraum des Wassers. Zugleich wissen wir aus der Naturwissenschaft, dass die Lebewesen im Wasser älter sind als die Lebewesen auf dem Land. Wie alles Leben aus dem Wasser kommt, so kommt auch aus dem Wasser und dem Geist das neue Leben mit Christus, das uns in der Taufe geschenkt wird: "Wenn jemand nicht aus Wasser und dem Geist geboren wird, kann er  nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3,5).

Die Richtung der beiden Fische deutet auf das Weihegebet des Taufwassers. Darin heißt es: "Durch deinen geliebten Sohn steige herab in dieses Wasser die Kraft des Heiligen Geistes, damit alle, die durch die Taufe mit Christus begraben sind in seinen Tod, durch die Taufe mit Christus auferstehen zum ewigen Leben".

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Firmung

Die Taube und die sieben Feuerzungen bilden das Symbol für das Sakrament der Firmung, in der die Taufe vollendet wird. "Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Mit diesem Gebet, das über jeden Firmling ausgesprochen wird, sollen sie auf besondere Weise mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet werden.

Die Feuerzungen weisen zugleich auf das biblische Pfingstereignis hin: "Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder." (Apg 2,3) Die Firmung ist das Siegel und die Urkunde von der Gotteskindschaft.

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Eucharistie

Die Eucharistie (oder: Kommunion) vollendet die Eingliederung in die Kirche: "Die schon getauften und gefirmten Christen werden durch den Empfang der Eucharistie voll dem Leib Christi eingegliedert" (Aussage zweites Vatikanum). Nur wer die drei Sakramente der Eingliederung empfangen hat, ist "Vollbürger" im Reiche Gottes.

In unserem Fenster erinnern der Brotkorb und die zwei Fische an die biblische Speisung der Fünftausend. Neben dem Brotkorb und den Fischen befindet sich rechts, von oben nach unten zu lesen, die Inschrift mit den griechischen Buchstaben: ΙΧΘΥΣ, dem griechischen Wort für "Fisch". Schon früh wurde es als Kurzformel des Glaubens gedeutet: Iesous Christos Theou (H)yos Soter = Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland. In der Zeit der Christenverfolgung wurde der Fisch zum geheimen Erkennungszeichen der Christinnen und Christen.

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Versöhnung

Die zwei Schlüssel erinnern an den Auftrag Jesus an die Apostel: "Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch Himmel gelöst sein" (Mt 18,18). Damit gibt er den Auftrag und die Vollmacht zum Dienst an der Versöhnung, die Christus uns erwirkt hat. Im zweiten Korintherbrief schreibt Paulus dazu: "Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!" (2 Kor 5,20). Diesen Dienst vollzieht der Priester heute mit den Worten "So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes. Amen."

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Krankensalbung

Die Kerzen, das Stundenglas und das Ölkännchen im fünften Fenster verweisen auf das Sakrament der Krankensalbung. Krankheit und Leiden gehören seit jeher zu den schwersten Prüfungen im Leben des Menschen. In der Krankheit erfährt der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine Endlichkeit.

Die Kerzen und das Stundenglas erinnern an den Ablauf der Zeit und an das alte Verständnis als "letzte Ölung". Heute kann die Krankensalbung jede und jeder im Angesicht schwerer Operationen, Krankheiten oder Gebrechen des Alters empfangen: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mir der Kraft des Heiligen Geistes."

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Weihe

Das vorletzte Fenster verweist mit Kelch, Patene und Stola auf das Sakrament der Priesterweihe. Es lässt den Priester in besonderer Weise am Priestertum Christi teilhaben und gibt ihm damit die Vollmacht, die Gnade Gottes in den Sakramenten zu spenden, das Volk zu leiten und zu lehren und mit ihm die Werke der Liebe zu tun. Das Sakrament ist ein dreistufiges Sakrament: Diakon, Priester und Bischof.

Das Sakrament der Weihe wird durch Handauflegung und Weihe gespendet. Diakone und Priester werden durch den jeweiligen Ortsbischof geweiht, Bischöfe durch andere Bischöfe.

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Ehe

Die ineinander verschlungenen Ringe sind Sinnbild der Ehe, wobei das Wort "Ehe" verwandt ist mit dem mittelhochdeutschen Wort für "ewig". Wenn zwei Menschen sich einander anvertrauen und Treue geloben, ist das für sie selbst und ihre künftigen Kinder ein entscheidender Höhepunkt im leben.

Die Ehe ist das einzige Sakrament, das nicht durch einen Kleriker gespendet wird - sondern die Eheleute spenden es sich gegenseitig. Der Priester assistiert hier lediglich. Gott selber aber ist es, der sie verbindet, so dass sie fortan zueinander gehören.

Glockenturm

Antonius hoch

Wer sich Wickrath von Mennrath, Wickrathhahn oder Wanlo aus nähert, sieht schon von weitem unseren Kirchturm über den Dächern Wickraths. Er drückt Festigkeit und Wachsamkeit aus - bildet Schutz und vermittelt das Gefühl von Sicherheit.

Wer vor dem Turm steht, dessen Blick wird nach oben gelenkt zum Himmel. Der Kirchturm ist so eine architektonische Lösung, den Himmel nicht aus dem Blick zu verlieren.

Die achteckige Bauweise gibt die Symbolik der der Zahl 8 wieder: Rettung und Wiedergeburt. Am Fuße des Turmes sollte ursprünglich die Taufkapelle entstehen, die klassischerweise achteckig gebaut wird.

Auf dem Dach des Turms befindet sich ein Wetterhahn - in der christlichen Symbolik als Mahner. Der Hahn soll nicht nur die Windrichtung anzeigen, sondern auch daran erinnern, dass wir den Herrn im Alltag nicht verleugnen, so wie es Petrus einst tat.

 

Im Turm hängen vier Glocken:

Die größte Glocke (2,5t) ist dem Allerheiligsten Heiland (St. Salvator) geweiht und erinnert an das Ursprungspatronat der Vorgängerkirche. Sie trägt die Inschrift "Mortuos plango" (Ich beweine die Toten) und wurde auf den Ton "d" gestimmt.

Die zweite Glocke (1,32t) ist Maria gewidmet, trägt die Inschrift "Pacem dabo" (Ich gebe Frieden) und klingt in "fis".

Die dritte Glocke (0,8t) ist dem Heiligen Josef geweiht, beschrieben mit "Vivos voco" (Ich rufe die Lebenden) und auf "a" gestimmt.

Die vierte Glocke (0,58t) ist dem Patron unserer Kirche, dem Heiligen Antonius, geweiht. Sie trägt die Inschrift "Fulgure frango" (Ich bändige den Blitz) und auf "h" gestimmt.

Die vier Töne ergeben das Salve-Regina-Motiv.

 

Die Glocken wurden am 14. Dezember 1947 geweiht und hingen zunächst frei neben der Notkirche (heute: Adolf-Kempken-Halle).

Wie der Turm ein optisches Signal ist, so geben die Glocken ein akustisches und erinnern nicht nur an die Uhrzeit, sondern auch an die Gebetzeiten.