Das geistliche Wort im Dezember

Ein weiteres Coronajahr liegt hinter uns. Die Pandemie ist noch nicht vorbei trotz des nun reichlich vorhandenen Impfstoffes. Ob das Leben so wieder zurück kommt, wie wir es vor der Pandemie kannten, ist ungewiss. Es gab einige Fortschritte im Vergleich zu 2019. Für manche Unzulänglichkeit hatten wir uns viel zu verzeihen, wie Gesundheitsminister Spahn am Beginn der Pandemie sagte.
Datum:
1. Dez. 2021
Von:
Michael Röring, Pfarrer

Gedanken zur Weihnacht

Ohne Ihre Geduld und Ihr Verständnis für andere Unbequemlichkeiten hätten wir vieles in unseren Pfarren und Gemeinden nicht stattfinden lassen können. Dafür danken wir ihnen.

Wir hoffen, Weihnachten wieder in einem vertrauteren Umfeld stattfinden zu lassen trotz der Beschränkungen, die uns immer noch auferlegt sind. An Weihnachten wird unser Blick auf das gelenkt, was verborgen im Erdreich bleibt, die Wurzeln. Der Prophet Jesaja regt mit dem Bild der Wurzel Jesse (Jes. 11,1–10) zum Nachdenken an: Bleiben meine Wurzeln an der Oberfläche ohne in die Tiefe zu gehen? Lebe ich so flüchtig, dass ich mich nie und nirgends verwurzeln konnte? Wer stand an meiner Wurzel, hat mich gepflanzt, begossen, gedüngt? Aus welcher Kraft lebe ich heute? Wie viele Wurzeln der Hoffnung und Sehnsucht wurden im Laufe meines Lebens gekappt? Wo sind  meine Glaubenswurzeln? Was hat mir im vergangenen Jahr Hoffnung gegeben?


Der Blick auf die Wurzel Jesse zeigt, dass aus einem scheinbar abgestorbenen Wurzelstock, Gott neues Leben hervorbringt. Wo die Wurzel noch da ist, kann etwas werden. Mitten in der tiefsten Weihnacht bricht neues Leben hervor.

Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen, von Jesse kann die Art,
und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht.

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement im letzten Jahr und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!