Das geistliche Wort im Mai

Datum:
1. Mai 2021
Von:
Michael Röring

Alles neu macht der Mai,
macht die Seele frisch und frei.
Lass das Haus, kommt heraus…

Während ich diese Zeilen schreibe aus einem alten Kinderlied von Hermann Adam von Kamp, einem Lehrer aus Mühlheim/Ruhr, wurde der härteste Lockdown beschlossen seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. An Ostern ruhte das ganze öffentliche wie private Leben. 

Wie sehnsuchtsvoll klingt doch dieses alte Lied. Wie schön wäre es wieder raus zu gehen, wieder ein Stück Normalität leben. Die sprießende Natur, das frische Grün lässt uns befreit fühlen von den dunklen Tagen des Winters, in denen wir gezwungen waren zu Hause zu bleiben. Der Frühling will mit allen Sinnen erfasst werden: sehen, hören, riechen. Die Erneuerung des Lebens in der Natur lädt uns ein, uns selbst zu erneuern. Wir können neue Hoffnung schöpfen aus dem Erwachen der Natur, dass das Leben weitergeht.

Aber gilt, was wir in der Natur sehen, auch für unser Leben gerade in dieser Pandemiezeit? Selbst wenn wir die Hoffnung, den Wunsch haben - nur weil es Mai ist, wird doch nichts von alleine wieder neu und schön!

In der Bibel wird häufig berichtet, dass Menschen nach einer Begegnung mit Jesus ihr Leben ganz neu und anders gelebt haben. Jesus hat ihre Sicht aufs Leben verändert, wenn er sagte: Lebe in Zukunft anders als bisher. Setze Dir andere Ziele und neue Inhalte. Du wirst sehen, dann ändert sich etwas; dann wird etwas neu. Und: versuche es mit Vergebung. So sagte es am Beginn der Pandemie der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Wir werden uns viel zu verzeihen haben.“

Altes wird abgeschlossen, wenn du dich mit dem anderen, trotz der bisherigen Erfahrung miteinander, auf eine neue Ebene stellst. Dann könnt ihr es noch mal anders miteinander versuchen. Da kann dann tatsächlich Neues wachsen, nicht nur im Mai. „Alles neu macht der Mai“ - genießen Sie diese herrliche Jahreszeit. Ich wünsche Ihnen, dass das Maiengrün Sehnsucht in Ihnen weckt und Ihnen Mut macht für Neues in Ihrem Leben.